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Aktionstag Himalayaverein

am 02. April 2017 im Gemeindezentrum St. Paulus Künzelsau
Wir laden ein…
10:30 Uhr Gottesdienst
ab 11:30 Uhr Gemeindezentrum St. …

Mini-Musical in St. Paulus

Am letzten Sonntag vor den Sommerferien wurde zum Abschluss dieser Probenphase das Mini – Musical „Bartimäus“ vom ökumenischen Kinderchor Künzelsau …

Chorkonzert Crescendo Künzelsau

Herzliche Einladung zum Chorkonzert von Crescendo!
Wann? Sonntag, 21.10.2018, 17.00 Uhr
Wo? kath. Kirche St. Paulus, Künzelsau
Titel dieses Konzertes …

Firmung 2018

Folgende 43 Jugendliche empfingen am 27.01.18 um 15 Uhr durch Msgr. Domkapitular Dr. Detlef Stäps in St. Paulus die …

Sternsingeraktion 2019

Kinder mit Behinderung stehen im Mittelpunkt der Sternsingeraktion
„Wir gehören zusammen“ – das ist die Kernbotschaft der Sternsinger …

Dachpaten gesucht!

Zu einer Infoveranstaltung, am 16.06. 2018 ab 16.00 Uhr in die Kirche St. Michael Kupferzell laden wir …

Adventskonzert Gonzo’N’Friends

Am Sonntag 11.12.2016 18:30 Uhr findet für mich in der Sankt Paulus Kirche Künzelsau, wohl eines der …

Fronleichnam – Ein Fest für alle Sinne

KÜNZELSAU 
Riechen, Schauen, Schmecken… Fronleichnam ist ein Fest für alle Sinne.
Am Donnerstag, 20. Juni, begehen die vier …

Kinosessel statt Kirchenbänken, Popcorn statt Hostien

  • Beide beginnen mit dem Buchstaben „K“.
  • In beiden gibt es mehrere Plätze, die auf einen Punkt ausgerichtet sind.
  • Nebengespräche werden von den meisten Besuchern ungerne gesehen.
  • Es gibt sie in vielen Orten, aber meist nur wenige.

Das sind einige Eigenschaften die Kino und Kirche verbinden. Den meisten Menschen fallen aber eher Unterschiede ein:

  • Kino ist eher abends, Kirche morgens.
  • Kino ist unterhaltsam, Kirche meistens fade.
  • Kino hat ein wöchentlich wechselndes Programm, in der Kirche wird seit knapp 2000 Jahren das Selbe erzählt.

Deshalb bringen die meisten Menschen Kino und Kirche gedanklich nicht zusammen. Einige können sich noch vorstellen, dass alte, „ausgediente“ Kirchen zum Kino umgebaut werden, aber einen Gottesdienst im Kinosaal ist für manche unvorstellbar. Gerade deshalb war es einen Versuch wert. Mitten in der Karwoche, in der viele den Kirchen eher vorwerfen, sie am Tanzen zu hindern, feierten das evangelische Jugendwerk und die katholische Seelsorgeeinheit im Prestige Kino Künzelsau einen Gottesdienst.

Bietet ein Kinosaal mit weichen Sesseln, den Becherhaltern und dem Popcorngeraschel überhaupt die richtige Atmosphäre für die Leidensgeschichte Jesu?

Auf jeden Fall! Da sind sich die circa 80 Teilnehmerinne und Teilnehmer einig. Der Grund für den ungewöhnlichen Ort ist aber auch schnell klar. Der Gottesdienst bedient sich inhaltlich beim Film „dead man walking“. Der Film erzählt von einem zum Tode verurteilter Mörder, der bei einer Ordensschwester um geistlichen Beistand bittet. Holger Hartmann (Jugendreferent ejw) stellt in seiner Predigt die Gemeinsamkeiten der Leidenswege Jesu und der Hauptfigur Matthew Poncelet vor. Stärker stellt er die Unterschiede heraus, die in diese Situation führen. Unterschiede gibt es aber auch zwischen dem Justizopfer Matthew Poncelet und seinen Opfern, die er vergewaltigt und ermordet im Wald liegen ließ. Gemeinsam haben sie die Zusage: Du bist Kind Gottes. Denn im Kreuzestod Jesu erkennt er die Liebeserklärung Gottes zu den Menschen – Zu den Opfern von Gewalt, aber auch zu den Tätern, die sich ihrer Verantwortung stellen, so Hartmann.

Ein Unterschied zwischen Kino und Kirche wurde noch nicht aufgeführt: Eine Filmvorführung ist in der Regel mit Kosten verbunden, die Teilnahme am Gottesdienst ist kostenlos. Damit das auch in diesem Fall so ist, wurde die Veranstaltung vom Kreisjugendring und der Jugendstiftung just der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt.

Wie kommt diese Form bei den Jugendlichen an?

P1040776V.l.n.r. Monique (17), Felica (18) und Valerie (17): „Wir fanden es spannend einmal einen anderen Gottesdienst zu erleben, der andere Ort und der Vergleich von vertrauten, biblischen Texten mit einem Film hat uns sehr gereizt.“ Und wie geht es euch, nach der Erfahrung? „Uns hat der andere Zugang gut gefallen und wir möchten jetzt auf jeden Fall den ganzen Film sehen und wissen, wie es weitergeht.“

P1040779Friedrich (15) und Tobias (18): „Wir sind eigentlich meistens in den Jugendgottesdiensten und finden sie auch immer gut. Heute hat es uns gut gefallen, dass es anders war.“ Könnt ihr euch einen Filmgottesdienst auch mit einem anderen, leichteren Film vorstellen? Tobias: „An sich stehe ich eher auf Actionfilme. Da weiß ich jetzt nicht genau, ob das passen würde.“

P1040778Theo (14): „Meine Mutter hat mich überredet, nun fand ich die andere Form aber ganz ok, weiß aber nicht, ob ich das nächste Mal freiwillig kommen würde.“