Auf unserer Seite werden Cookies und Statistik Tools verwendet.

 
Startseite

Klausenfest auf den Taläckern 2017

Am Dienstag, 26.9.2017 fand am frühen Abend das Klausenfest statt. Wir begannen mit einem Gottesdienst im evangelischen …

Hohenlohe Brass gastiert in St. Paulus

Brass“ heißt zu Deutsch „Kupfer“. Am Sonntag, 5. Juli um 19.30 Uhr funkelt in St. Paulus nicht …

Kirchliche Mitteilungen Juni/Juli 2017

Hier finden Sie die Kirchlichen Mitteilungen vom 03.06.-23.07.2017.

Ähnliche Beiträge

20*C+M+B+16

Respekt im Mittelpunkt der 58. Aktion Dreikönigssingen
„Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere …

Diözesankirchenmusiktag in Ellwangen

Am vergangenen Samstag fand der Diözesankirchenmusiktag in Ellwangen statt. Schon früh machte sich der St. Paulus Chor

Ähnliche …

„Herr, öffne den Himmel in meinem Herzen“

In der Morgendämmerung des 20. Mai brachen rund 30 Teilnehmer und Teilnehmerinnnen der diesjährigen Fußwallfahrt nach Neusaß …

26. Taläckerfest 30. Mai 2019

26. Taläckerfest am  30. Mai 2019 in der Mehrzweckhalle
11.00 Uhr                …

Weißer Rauch über Nagelsberg

Bischöfliches Ordinariat bestätigt Vertretungsgremium für St. Jakobus
Knapp 40 Interessierte kamen am 01.07.2015 zur Gemeindeversammlung ins Gemeindezentrum der …

Einfach ein offenes Ohr schenken

Orte des Zuhörens in Künzelsau bieten Gesprächsangebot für alle, die ein aufmerksames Gegenüber brauchen

Zuhören zu können ist eine Gabe. Und vielen Menschen fehlt ein Gegenüber, der wirklich zuhören kann. Der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat daher die Idee des Mailänder Kardinals Carlo Maria Martini aufgegriffen und „Orte des Zuhörens“ ins Leben gerufen. Es sollen Orte sein, an denen Menschen mit Sorgen oder Problemen einfach mal reden können und auf ein offenes Ohr treffen. Auch in Künzelsau gibt es einen solchen Ort. Er hatte sich seit 2015 im Alten Rathaus etabliert. Dann kam das Mai-Unwetter 2016, jetzt muss das Alte Rathaus saniert werden.

Ein Ausweichquartier im neuen Rathaus stand rasch zur Verfügung, wurde allerdings nicht von den Besuchern angenommen, berichtet Ilse Demuth, eine der ehrenamtlichen Helferinnen vom Künzelsauer „Ort des Zuhörens“. Schwer zu sagen, warum das so war. Das Alte Rathaus schien zentraler und wohl im wahrsten Sinne des Wortes niedrigschwelliger. Denn im neuen Rathaus mussten ratsuchende Menschen in den dritten Stock.

So lange das Alte Rathaus nicht genutzt werden kann, wollen die Ehrenamtlichen daher das Konzept überarbeiten und gleich mehrere „Orte des Zuhörens“ schaffen. Das neue Konzept sieht vor, sich mit Menschen entweder in deren Wohnung, im privaten Umfeld, oder an einem anderen Ort zu treffen. Auch Spaziergänge sind möglich. Man möchte sich „zu den Menschen bewegen“, sagt Angelika Protzer. Und: Es gibt ein Handy, unter dem man für einen ersten Kontakt anrufen kann. Die Nummer wurde in Arztpraxen verteilt. Am anderen Ende meldet sich Angelika Protzer.

Seit der Gründung im März 2015 kam das Team von „Ort des Zuhörens“ mit vielen Lebensgeschichten und Schicksalen in Kontakt. Die Helferinnen und Helfer unterliegen der Schweigepflicht. Aber so viel können sie doch verraten: Oft geht es um bezahlbaren Wohnraum, um Trennung und um Einsamkeit. Und einsame Menschen sind oft auch ältere Menschen. Manchmal, so erzählt Ilse Demuth, geht es auch darum, im Alltag zu begleiten. Eine Frau habe sich zum Beispiel einen Vorstellungsbesuch von „Angst essen Seele auf“ im Theater im Fluss gewünscht und einen Cafébesuch. Keine große Sache, aber es wird klar: Für manche Menschen ist schon der Alltag eine riesige Herausforderung. „Einfach Zeit schenken“, so nennt das Angelika Protzer.

Gerold Traub, ebenfalls Ehrenamtlicher, findet, man dürfe nicht gleich mit den eigenen Gedanken abschweifen und darüber nachdenken, wie dem ratsuchenden Menschen konkret zu helfen sei. Er nennt dieses Abschweifen beim Zuhören „in die Falle tappen“.

Dass aber auch über konkrete Hilfsangebote gesprochen werden kann, ist klar. So sei es beispielsweise gelungen, einen Besucher über die Caritas in betreutes Wohnen zu vermitteln. Man versteht sich als Brücke zu professionellen Hilfsangeboten. Alle Helferinnen und Helfer wurden von einer Psychologin geschult. Diakon Wolfgang Bork sorgt darüber hinaus für professionelle Begleitung.

(Henry Doll, Hohenloher Zeitung, 4.7.17,  www.stimme.de)