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Magazin Nr. 2

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Wallfahrt „Jakobus auf der Spur“

Dem Heiligen Jakobus auf der Spur

Noch in der Dämmerung des 5. Mai starteten rund 50 Pilger und Pilgerinnen in St.Jakobus in Nagelsberg Richtung Neusaß. Der AK Liturgie hatte  zum 10.Mal zur Fußwallfahrt eingeladen und der Wetterbericht kündigte für das kleine Jubiläum einen strahlend schönen Tag an. Auch dieses  Jahr mischten sich wieder Martin, Samuel , Elias und später Marisa als junge Pilger unter die Schar.

Das 400-jährige Jubiläum der Pfarrgemeinde Jakobus  in 2018  war der Anlass, in verschiedenen Stationen den Hl. Jakobus den Älteren, den Patron der Nagelsberger Kirche  näher kennen zu lernen. Nach dem Anstieg zum Nagelsberger  Kreuz, das quasi das  „Gipfelkreuz“ der Wallfahrt  ist, begleiteten die Pilger im  Markus-Evangelium Jakobus mit seinem jüngeren Bruder Johannes und Jesus auf den Berg Tabor und nahmen deren „Gipfelerlebnis“ zum Anlass, eigenen Gipfelerfahrungen im Leben nachzuspüren. Bei der 2.Station zeigte sich Jakobus von einer  wenig bescheidenen und vielleicht auch selbstherrlichen Seite:  Der Evangelist Markus berichtet, wie er bei Jesus vorsprach, um für sich und seinen Bruder  einen privilegierten Platz an Jesu Seite für die Ewigkeit zu reservieren. Unser traditionelles Bild von einem Heiligen sieht etwas anders aus. Dass Jesus ihn trotzdem zu seinen engen Vertrauten zählte, mag auch uns in unseren Unzulänglichkeiten und Schwächen Mut machen. An der Hohlen Eiche bei Diebach stärkten sich die Pilger erst mal mit einem ersten, bzw. zweiten Frühstück. Danach durften sie teilhaben an den Erfahrungen eines erfahrenen Pilgers der Pfarrgemeinde, der zu Fuß bis nach Santiago de Compostela und wieder nach Hause gepilgert war. Dabei wurde deutlich, wie  Gottvertrauen  wachsen kann, wenn man sich auf den Weg macht. Zwischen  Wiesen und Feldern zeugten auf dem weiteren Weg nach Neusaß  die Fahnen von Nagelsberg und das Vortragskreuz von der inzwischen nochmals gewachsenen Pilgerschar. Da der Hl.Jakobus zum Patron der Pilger wurde, begleiteten Impulse zum Labyrinth von Chartres als „Pilgerweg  im Kleinen“  die Wallfahrer auf der  nächsten Etappe, die im Schweigen zurück gelegt wurde. Als „Schweigehelfer“ dienten leckere Kirschbonbons.  Auf der  letzten Wegetappe suchten die Pilger den gemeinsamen Rhythmus im Rosenkranz-Gebet und schließlich kamen alle rechtzeitig und glücklich am Ziel in Neusaß an. Dort wartete allerdings eine Überraschung, denn die Mesnerin war nicht anwesend, so dass statt der vorgesehenen Pilgermesse „nur“ ein Wortgottesdienst gefeiert werden konnte. Pfr.Nentwich ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und es gelang ihm in seiner ganz eigenen Weise, einen rundum fröhlichen und berührenden Gottesdienst zu feiern, in dem sogar der Apostel Jakobus mit Hut und Mantel und Pilgerstab – „alias Elias“ – kurz vorbei schaute. Das kraftvolle und frohe Singen derer, die gepilgert waren, verstärkt durch die, die zum Gottesdienst nach Neusaß nachgekommen waren, zeugte von der Freude, die dieser Tag allen schenkte.

Mit einem Bus ging es wieder zurück nach Künzelsau.

Der AK Liturgie bedankt sich bei allen Pilgern und Pilgerinnen, die sich auf den Weg gemacht haben, beim Gitarristen Alexander Elsner und dem Organisten Thomas Fricke, der leider nicht zum Einsatz kam, bei Diakon Wolfgang Bork für die hilfreiche Begleitung und Unterstützung bei der Vorbereitung der Wallfahrt, sowie  am Tag selbst und bei Pfr. Nentwich für den wunderschönen Gottesdienst.

Auf ein Neues im nächsten Jahr! Wir freuen uns schon darauf!

Wallfahrt 2019: Samstag, 25. Mai 2019

der AK Liturgie von St.Paulus